zurück Presseberichte
 Datum  Presseorgan  Thema
09.06.2006  Kreiszeitung  Ausstellung von Kristina Baitis
Mensch, Raum und Zeitabschnitt
Vernissage in der Klostermühle Heiligenberg / Kristina Baitis zeigt Querschnitt ihrer Arbeiten

BR.-VILSEN (nah) • „Es ist immer wieder Neuschaffen und Zerstören" Die Malerin Kristin Baitis spricht von dem Entstehen ihrer Werke. Diese bestehen aus vielen Schichten und können immer wieder verändert werden. Die Bremer Künstlerin gibt Picasso Recht: „Ein Bild wird nie fertig."
Bei der Vernissage am Sonntag zeigte Baitis ihre Werke dem Publikum in Bruchhausen- Vilsen. In der ART-Projekt-Galerie in der Klostermühle Heiligenberg präsentierte sie einen Querschnitt aus den gesamten Arbeiten, die sie von 1993 bis heute gemalt hat.
„Es ist eine besonders schöne Ausstellung", betonte Gert Schröder, Vorsitzender des Vereins ART-Projekt in seiner Einführung. Baitis zeige eine klare, durchgängige Linie. Diese spiegelt sich in den Werken der Künstlerin wieder.

Während die Farben wechselten, fand man in allen Werken bestimmte Motive wieder.
Den Menschen, den Raum und den Zeitabschnitt. Baitis fängt in ihren Bildern Bewegungen ein.Die Künstlerin vergleicht ihre Werke mit Standbildern, die entstehen, wenn man einen Film anhält. Es seien sowohl scharfe Konturen als auch verschwommene und verwischte Elemente enthalten.
Baitis hatte eine spezielle Mischtechnik entwickelt. Sie fertigte ihre Bilder mitKohle, Kreide, Dispersionsfarbe, Acrylfarbe und Ölfarbe.

100011.jpg
Kristin Baitis vor einem ihrer namenlosen Bilder, in dem sie die Bewegung eines Menschen eingefangen hat. Foto: N. Hahn
Außerdem verwendete die Bremer Malerin Collagen-Ele-mente. So kann man in der Klostermühle Heiligenberg' beim genauen Hinschauen beispiels-weise Teile von Zeitungsartikeln in den Werken der Künstlerin entdecken. Außerdem gab es bei der Vernissage Zeichnungen zu sehen. Titel tragen die Bilder von Kristin Baitis nicht. Und das hat einen Grund: „Ich gebe den Werken keine Namen, weil ich dem Betrachter meineSichtweise nicht aufzwängen will."Diese sei für denBetrachter unwichtig.
Bis zum 7. Juli haben Interessierte noch die Möglichkeit, die Werke von Kristin Baitis in der ART-Projekt-Galerie zu bewundern. Diese bestehen zum Teil aus zwei drei oder mehr Teilen. So sind Sequenzen der weiteren Bewegung zu sehen. Die Größe der Werke variiert außerdem deutlich. Neben etwa lebensgroßen Bildern sehen die Besucher auch solche, die eine sehr geringe Größe haben.

Zu sehen sind "ihre Werke täglich ab 14 Uhr.